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Erlebnisse
einer Ehefrau und Mutter
Hallo, ich bin 44 Jahre und heiße Edith. Als
ich mich vor 12 Jahren bekehrte, erwartete ich auch eine 100-prozentige Veränderung unserer nun 25-jährigen Ehe.
Es gab in der Folge auch Verbesserungen, aber eine völlige Richtungsänderung gab es (noch) nicht.
Immer wieder
gab es dies Auf und Ab! Ich meinte, ich stünde in der richtigen Stellung zu meinem Mann und doch empfand ich
einen Mangel. Ich suchte für den Alltag nach Vorbildern und Lösungsmöglichkeiten, bekam jedoch nur "Ratschläge"
von "Christinnen" und kein praktisches "Vorleben" gezeigt. Mir fehlte dieses praktische, lebendige Vorbild.
Jedoch an einer Schwester, mit der wir zusammen waren, erlebten wir eine deutlich sichtbare Veränderung. Sie
hatte sich einer Bemessung gestellt. "Na, wenn das die Auswirkung dieser Bemessung ist", dachten wir, "dann
wollen wir auch unser Glaubensleben von bewährten Geschwistern auf den Prüfstand stellen lassen!" - Und so ließen
wir uns bemessen. Hier erfuhren wir vom Herrn Jesus, warum es bei uns nicht funktionierte, weil wir noch
nicht "alles" unter SEINE Herrschaft gebracht hatten!
Hier, bei den Geschwistern der OCG erlebte ich, wonach ich gesucht hatte: dieses praktische Vorbild.
Auch fiel mir hier während einer Predigt der Satz tief ins Herz: "Wenn Du als Ehefrau nicht auf die Stimme
Deines Mannes hörst, dann bilde Dir bitte nicht ein, dass Du die Stimme Gottes hörst!" - Uff! - das saß!! Ich
wußte nicht, wie Unterordnung funktioniert, dachte Unterordnung heißt "Kadavergehorsam" und "Verstand an der
Garderobe abgeben". Aber in meinem Herzen war der Wunsch, dies zu ergreifen und so betete ich: "Ich weiß nicht
wie, aber bewirke Du in mir diese Unterordnung, Herr Jesus!"
Nach und nach stellte sich Freude ein, die Wünsche meines Mannes zu erfüllen und wie ich ihm eine gute Gehilfin
sein kann. Ich konnte mit einem Mal nachvollziehen, warum er eine saubere und ordentliche Wohnung haben wollte.
Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. So erfuhr ich auch, dass Unordnung in den
Schränken und Schubladen nur Abbilder meines eigenen Zustandes waren. Heute kann ich bei mir zu Hause alle
Schränke, Schubladen und Ecken meinen Besuchern zeigen - denn in unser Haus ist der Friede Gottes eingekehrt.
Nicht in pedantischer Art und Weise, sondern es ist ganz alleine ausgeflossen. So auch, wenn ich den Schreibtisch
meines Mannes putze - hier stell ich dann alles wieder an Ort und Stelle, wie er es vorher hatte und gewohnt ist,
nicht wie ich es machen würde. Durch die anschließende Freude und Zufriedenheit meines Mannes wächst auch die
gegenseitige Wertschätzung und Liebe zueinander. Bin ich aber nicht in Christus, dann kommt es leider vor, das
etwas von der "toten Eva" wieder aufersteht - sofort bricht das Chaos aus. - Aber dann tue ich schnell Buße - d.h.
fang wieder an "mit-Gott-mitzudenken" anstatt eigen-willig zu laufen - und dann läuft es wieder. Es ist mir ein
großer Herzenswunsch, dass ich den Ehefrauen ein Vorbild bin, damit auch sie in der richtigen Stellung zu ihren
Männern stehen. Ich darf jetzt erleben, dass Unterordnung kein Krampf ist, sondern Freude bereitet und frei macht.
Harmonie ist also tatsächlich möglich!
Nun bin ich ja auch Mutter einer 21-jährigen Tochter, die sich ganz dem Herrn geweiht hat. Auch sie ließ sich
bemessen und sie konnte ihr eigenwilliges "Einzelkind-Wesen" erkennen und unter die Füße treten.
Hinsichtlich der Schule, Musik oder gar Freundschaften gibt es keinerlei Stress mit ihr, da sie in erster Linie
sucht, den Willen Gottes zu erfüllen.
Heute habe ich in ihr nicht nur eine große Hilfe, sondern sie ist mir auch eine rechte Schwester im Herrn geworden,
so dass wir uns nicht nur gegenseitig ermuntern, sondern auch ermahnen können.
Herzlichst
Edith Scheidt
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